sai:zine – MOURN & ORGANIZE
Warum wir ein im Zine veröffentlicht haben – zum Onlinelesen und Selbstausdrucken.
Warum wir ein im Zine veröffentlicht haben – zum Onlinelesen und Selbstausdrucken.
Da ist die Zeit, in der wir uns viel lieber die Sonne ins Gesicht scheinen ließen, aber uns panisch, voller Furcht dem anbahnenden, deutschen, regnerischen Winter bewusst werden. Das Gedicht von Lena Whooo geht diesem Gefühl nach.
„Wo ist dein Vater?“, ist die Frage, die Sheila (21) bereits oft in ihrem Leben gestellt wurde. Sie ist ohne ihren Vater aufgewachsen und kennt ihn auch nicht. Doch entgegen der gesellschaftlichen Vorstellungen ist das völlig okay für sie.
[fraˈɡmɛnt] Bist du zu weit gegangen? Alle Stufen des zu weit Gehens haben etwas Selbstvergessenes an sich. Kurz außer sich stehen vor Adrenalin oder Wut oder Neugier oder Lust. Extrem(e) leben, irgendwo zwischen grell und dunkel, fern und Haut – genau da.
EN | Camila Elena Arranz Villalva was just finishing her training as a doctor, when the first wave of Covid-19 hit Spain. She found herself in the middle of the response to the pandemic, working in an improvised medical field hospital.
Wir, das sai:kollektiv, bringen unser erstes Printmagazin »Irgendwas mit Sexualität« heraus. Essays, Reportagen, Interviews zu Sex mit Be_hinderung, der Übersexualisierung Schwarzer Frauen oder die Schönheit weiblicher Selbstbefriedigung.
Im Zuge seiner Recherche zu einem Artikel über kritische Männlichkeit ist unser Autor auf Jochen König gestoßen und hat gefunden, was er bei vielen anderen männlichen Autoren vermisst hat: Ein aktiv anders gelebter Alltag, bei dem die Trennung zwischen Mann und Frau, Vater und Mutter verschwimmen. Ein Interview.
EN | My FOMO – fear of missing out – was antiquated by the year 2020. I have a conscious knowing of missing out. We are studying (online), working (mostly online) and dealing with daily life struggles (increasingly online). Which stories are we supposed to tell about this strange time?
EN | How many languages do you speak? Lindsay Williams speaks thirteen but she does not like to make a big deal out of it. Discovering hidden stories of language, culture and community.
Du liegst einfach nur da, die Gefühle drücken, die Nachrichten hämmern, die Gedanken taumeln. Diese Empfindung heißt im Portugiesischen Saudade und im Deutschen Weltschmerz. Sieben Kollektivlinge haben versucht, dieser wabernden Unstimmigkeit tief in uns selbst einen Ausdruck zu verleihen.
Es sind Schicksale, wie das von Sophie Scholl, die uns heute bloß noch in Form archivierter Geschichten bleiben. Wie können wir sie wieder mit mehr Leben füllen? Reminder zu: Wer war sie? Warum musste sie sterben?

Was tun, wenn sich die Welt rückwärts dreht? Wie fühlen, ohne zynisch zu werden? Wo Halt finden, wenn alles in Flammen steht? Um diese Fragen dreht sich unser sai:zine. Und um Linke Melancholie, queere Berlinstruggles und den Frust. Um diese Welt mit all ihren Bubbles und eine neue Normalität, die uns auch Angst macht. Das sai:zine ist aber auch ein Teil des Versuches, diese reaktionäre Gegenwart nicht einfach so hinzunehmen, sondern sich dagegen zu stemmen - trotz allem.