Leonie Ziem wurde in Berlin geboren, wo sie heute Philosophie und Politik studiert. Zuvor lebte sie ein Jahr in Vietnam und arbeitete im Rahmen des Freiwilligendienstes kulturweit am Goethe-Institut. Sie ist fasziniert von der Sprache in ihrer Schönheit und Brutalität – wie sie beschreibt und ausgrenzt – aber auch Ideen in Formen gießen kann.


Von Leonie:


Schlagzeilen aus dem Matriarchat

„Was, Frauen wollen jetzt auch noch wählen?“ – Irgendein entsetzer Typ 1918. Forderungen von Feminist*innen müssen radikal wirken. Genau dann wissen wir, dass es die richtigen Forderungen sind. Die Absurdität des andauernden Patriarchats in seiner Alltäglichkeit fällt uns jedoch nicht immer auf. Vielleicht müssen wir dazu alle Gender mal austauschen und schauen was passiert? Hier sind Schlagzeilen aus dem Matriarchat!


Ziviler Ungehorsam gegen die Klimakrise

Wie können wir den Protest noch lauter werden lassen? Im Kuschelkurs funktioniert das nicht. Mit gewaltfreiem zivilem Ungehorsam zeigt man Risikobereitschaft – dafür gibt es keinen Applaus von Seiten der Polizist*innen, sondern eventuell Verhaftungen.


Meine Vulva lernt fliegen

In meinen Schulbüchern definierte sich die Vulva immer nur über den Penis – als sein Gegenstück, in die er eindringen kann. In dieser heteronormativen Erzählung hieß die Vulva auch noch Vagina. Dabei ist das nur der Bereich, der die äußere Region und die Gebärmutter verbindet. Ist diese Darstellung dadurch zu erklären, dass Vulvas unterrepräsentiert sind oder es Männer gibt, die sich ein bisschen zu sehr für sie interessieren?



Anleitung zum philosophischen Argumentieren

Es ist Prüfungszeit. Eigentlich sollte ich lernen wie man richtig philosophisch argumentiert, stattdessen schreibe ich einen Artikel über schlechte Argumente und versuche herauszufinden, ob das nun ein gutes Argument dafür ist, nicht zu lernen. Aber wie entlarve ich schlechte Argumente? Prokrastination für Anfänger*innen.


Eine Kugel kennt kein oben

Ein Jahr mit der Organisation kulturweit einen Freiwilligendienst im Ausland absolvieren. Ein Text für alle, die sich für konstruktive und destruktive Kritik an internationalen Freiwilligendiensten interessieren oder gerade überlegen, wie sie aus den vier Wänden mit der Raufasertapete ausbrechen können.


Erinnerst du noch oder phantasierst du schon?

Ich suche nach Wahrheit. Wenn ich sie im Präsens nicht finde, dann vielleicht in der Erinnerung. Dort ist es jedoch manchmal kuscheliger, als tatsächlich erlebt. Und kann die Erinnerung auch gänzlich falsch sein?


2018 – Der große Festschmaus

Imaginärer Trommelwirbel für die vergangenen Tage. Uns knurrt der Magen. Zeit für den Festschmaus: fünf Gänge, fünf Kommentare von fünf Autor*innen und ein Sahnehäubchen.


Wem gehört Weihnachten? – Ein Wunschzettel

Türchen Nummer 20. Die Schokolade schmeckt inzwischen nicht mehr so gut wie früher – und Weihnachten auch nicht. Kann man den 24. Dezember auch ohne Materialismus und Konsum denken? Leonies Wunschzettel, der zeigt, dass Weihnachten nicht länger den Kaufhausketten gehören muss.


Aus meinem Wasserhahn tropft Menschenrecht

36 Stunden. Das ist die Zeitspanne, in der ein Mensch ohne Wasser überleben kann. Doch Wasser ist knapp. Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Verschmutzung und Privatisierung tragen dazu bei. Nestlé, WWF Deutschland und die Frage nach Wasser als Menschenrecht.


Du hast da Dollarscheine in den Augen

„Lasst uns mit eurer Ethik in Ruhe!“ ist ja ein bekanntes Phänomen aus dem Wirtschaftssektor. Muss ich also möglichst skrupellos sein, um Erfolg zu haben? Kapitalismuskritik kann auch konstruktiv sein – Komm mit, Leonie kocht dir eine Portion Gemeinwohlökonomie.